Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Egg mit deutlichem Ertragsüberschuss
Der ordentliche Steuerertrag fiel netto um Fr. 3,5 Mio. höher aus als budgetiert, davon je rund Fr. 1 Mio. bei den Steuern Rechnungsjahr und den Steuern Vorjahr. Dazu kommen Mehrerträge über Fr. 1,5 Mio. bei den übrigen Steuern (z.B. Steuerausscheidungen, Quellensteuer). Der Grundstückgewinnsteuerertrag fiel fast Fr. 2,1 Mio. höher aus als budgetiert.
Demgegenüber belastete die Pflegefinanzierung die Gemeinderechnung erneut stärker als budgetiert. Bei den Alters- und Pflegeheimen liegen die Kosten insgesamt Fr. 1,1 Mio. höher als geplant. Die Anzahl Bezügerinnen und Bezüger ist wie in den Vorjahren angestiegen, zudem waren höhere Pflegestufen zu verzeichnen. Bei der Pflegefinanzierung ambulante Krankenpflege (Spitex) sind die Kosten Fr. 607'000 höher als budgetiert.
Im Bereich Bildung resultierte ein um Fr. 500'000 schlechteres Nettoergebnis als budgetiert. Dabei fallen vor allem die Mehraufwendungen für die Instandhaltung der Schulanlagen ins Gewicht, die nicht zuletzt auf Vandalismus und ähnliche Vorfälle zurückzuführen sind.
Der Rechnungsabschluss 2025 fällt insgesamt deutlich besser aus als budgetiert. Dazu beigetragen haben insbesondere höhere Steuererträge. «Die Entwicklung der Steuererträge stimmen für die Zukunft zuversichtlich. Gleichzeitig ist das hohe Niveau der Grundstückgewinnsteuererträge ein Risiko, dessen wir uns bewusst sein müssen, und das Ausgabenwachstum muss dringend gebremst werden, damit die künftigen Investitionen nachhaltig finanziert werden können", sagt Finanzvorstand Oliver Künzler.
Bei der Investitionsrechnung im Finanz- und Verwaltungsvermögen waren Investitionen von Fr. 8,6 Mio. was einem sehr hohen Niveau entspricht. Schlussendlich wurden Fr. 1,4 Mio. weniger investiert, womit der Realisierungsgrad der Projekte erfreulicherweise sehr hoch ist. Einzelne Projekte im Bereich Gewässerverbauung und Investitionen in Verwaltungsliegenschaften haben sich dagegen zeitlich verschoben.